Zahnfleischbehandlung bei Parodontitis |
Was ist Parodontitis?
|
![]() |
Neben Karies ist die Parodontitis die zweite große Mundkrankheit. Im Erwachsenenalter ist die Parodontitis die Hauptursache für Zahnverlust und gilt als Volkskrankheit. Zunächst entsteht eine Zahnfleischentzündung, die allmählich auf den Zahnhalteapparat übergreift und man spricht dann von einer Parodontitis. Zunächst entsteht eine Zahnfleischtasche, in der sich Entzündungsgewebe und Konkremente (Zahnstein unterhalb des Zahnfleisches) sammeln. Dehnt sich der Prozess auf den knöchernen Anteil des Zahnhalteapparates aus, kann eine Knochentasche entstehen. Darin lagert sich wiederum Zahnbelag ein und der Prozess schreitet unaufhaltsam in Richtung Wurzelspitze fort. Ergebnis: Der Zahn lockert sich. Bis dahin kann der gesamte Prozess einer Parodontitis unauffällig und schmerzfrei ablaufen.
|
![]() |
Ursachen und Risikofaktoren einer Parodontitis
Weitere Risikofaktoren sind:
Trotz des oft unauffälligen Krankheitsverlaufs gibt es auch äußerliche Zeichen für eine Parodontitis, die auftreten können, jedoch nicht müssen. Typische Symptome sind: gerötetes, geschwollenes Zahnfleisch, Mundgeruch und/oder periodisches Zahnfleischbluten. Kommen dann noch Anzeichen wie Veränderung der Zahnstellung, Lockerung der Zähne oder sich zurückziehendes Zahnfleisch hinzu, dann liegt vermutlich bereits eine ausgeprägte Parodontitis vor.
In den meisten Fällen ist einer Zahnfleischentzündung durch eine gute Mundhygiene vorzubeugen. Wichtig ist dabei die Zwischenraumpflege mit kleinen Bürsten, Zahnseide oder Zahnhölzern. Eine antibakterielle Mundspülung ist dabei kein Ersatz für die mechanische Reinigung. Zu allen Produkten beraten wir Sie gern! Wie wird die Parodontitis therapiert? Die Therapie hängt vom Schweregrad der Erkrankung ab und läuft generell ähnlich wie eine professionelle Zahnreinigung ab, nur, dass die Taschen in der Tiefe gereinigt und desinfiziert werden und diese Behandlung unter Anästhesie durchgeführt wird. Alle Konkremente und das entzündete Gewebe werden dabei entfernt, sodass der Knochen eine Chance hat sich zu erholen. Zusätzlich raten wir zu einer zusätzlichen Laseranwendung, um die verursachenden Bakterien mit zu entfernen. Dazu mehr im Kapitel Laser. Lassen Sie es nicht so weit kommen! Betreiben Sie regelmäßige Mundhygiene und Prophylaxe. |
![]()
Bildquelle: "Zahnrat" der LZKB