Laserbehandlung
 
ARC Laser

PATIENTEN - INFORMATION

 

Einsatz und Therapiemöglichkeiten des Diodenlasers

Der Laser wird in der Zahnarztpraxis seit fast 20 Jahren eingesetzt. Die sanfte Behandlungsmethode wurde in vielen wissenschaftlichen Studien belegt.

Was ist ein Laser?

Ein Laserstrahl ist gebündeltes Licht, das entsteht, indem Energie mit Hilfe modernster Technologie auf ein hohes Leistungsniveau gebracht wird.

Wie arbeitet ein Laser?

Der Laserstrahl wird durch eine Faser exakt zu den zu behandelnden Stellen geführt. Die einzelnen hohen, aber sehr kurzen Lichtimpulse setzen Energie frei, die schonend die gewünschten Behandlungsergebnisse erzielen.

 Unsere Einsatzgebiete im Überblick:

  1. Zahnfleischbehandlung
  2. Wurzelkanalbehandlung
  3. Aphthen- und Herpesbehandlung
  4. Lippenbändchenkorrektur
  5. Vestibulumplastik (Mundvorhofvertiefung)
  6. Implantatfreilegung

und andere

Die wichtigsten Therapiemassnahmen im Einzelnen:

Endodontische Therapiemaßnahmen ( Wurzelkanalbehandlung)

Prinzipiell kann durch alle fasergeführten Lasersysteme eine Reduktion krankhafter (pathogener) Mikroorganismen in Wurzelkanälen erzielt werden. Durch den unterstützenden Einsatz des Lasers kann auch versucht werden, eine Entkeimung (Dekontamination) zusätzlicher Seitenkanäle zu erreichen. Auf den Einsatz desinfizierender Spülungen verzichten wir dabei nicht, können aber weitaus weniger aggressive Spülungen einsetzen und verringern somit das Risiko, dass diese, falls sie ins umliegende Gewebe eindringen, starke Schmerzen und Entzündungen verursachen können. In jedem Falle muss eine Laserdekontamination des Wurzelkanals jedoch mit einer her­kömmlichen Wurzelkanalfüllung kombiniert werden. Eine schädigende Wirkung auf angrenzende Gewebestrukturen ist beim sachgemäßen Lasereinsatz nicht zu befürchten.

 Parodontologische Therapiemaßnahmen (Zahnfleischbehandlungen)

Prinzipiell eignen sich wiederum alle verfügbaren Lasersysteme dazu, bakterizide (schädigende) Effekte auf Parodontitis verursachende Bakterien auszuüben. Bei der Therapie randständiger Zahnbetterkrankungen (Parodontopathien) müssen jedoch primär bakterielle Biofilme, unter dem Zahnfleisch liegender Zahnstein und Entzündungsgewebe zunächst maschinell von der Wurzeloberfläche entfernt werden. Die zusätzliche Laseranwendung in jeder Zahnfleischtasche erfolgt ca. 1 Woche nach der Haupttherapie und nimmt einen positiven Einfluss auf den Heilungserfolg jeder einzelnen Tasche. Der besondere Vorteil besteht darin, dass man völlig auf Antibiotika verzichten kann. Der Laser arbeitet außerdem so selektiv, dass nur erkrankte Strukturen bearbeitet werden, gesundes Gewebe wird geschont. Eine Zahnfleischbehandlung mit dem Laser verursacht keine Nachbeschwerden.

Zahnärztlich-chirurgische Therapiemaßnahmen

Der Laser hat in der zahnärztlichen Chirurgie einen festen therapeutischen Stellenwert erreicht. Grundsätzlich sind alle für die Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde zur Verfügung stehenden Lasersysteme für die orale Weichgewebschirurgie einsetzbar. Hierunter fallen sämtliche Formen gutartiger Tumoren der Mundschleimhaut, einschließlich so genannter Gingivahyperplasien (Auftreibungen des Zahnfleisches), sowie Mundvorhofvertiefungen (Vestibulumplastik) oder hoch ansetzende Lippenbändchen. Ein großer Vorteil besteht darin, dass man keinen Skalpellschnitt durchführen muss und somit auch keine Blutungen entstehen. In Abhängigkeit vom verwendeten Lasersystem kann bei der Gewebeentfernung eine Verödung (Koagulation) angrenzender Blutgefäße erzielt werden, wodurch ein konventioneller Wundverschluss mit Nähten vermieden werden kann.

Implantologische Therapiemaßnahmen

Für eine Weichgewebsabtragung im Rahmen der Freilegungsoperation gedeckt eingeheilter zahnärztlicher Implantate lassen sich grundsätzlich alle für die Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde zur Verfügung stehenden Lasersysteme verwenden.
Analog zur parodontalen Infektionsproblematik können auch am Knochen des zahnärztlichen Implantats bakterielle Entzündungen entstehen. Die Periimplantitis ist eine durch bakterielle Beläge (Plaque) verursachte, schubweise verlaufende Entzündung des peri­implantären (das Implantat umgebende) Weich- und Hartgewebes, die in Abhängigkeit von Ihrem Alter und Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand verschiedene Verlaufsformen annehmen kann. Weiterhin begünstigt der Konsum von Tabak das Fort­schrei­ten der Erkrankung. Maßgeblich mit verantwortlich für den Erfolg der anstehenden Behandlung ist eine optimale Mundhygiene.
Die Behandlungsmöglichkeiten der Periimplantitis sind zurzeit begrenzt, da die Plaqueansammlung auf der Implantatoberfläche durch verschiedene Oberflächenbeschaffenheiten zusätzlich begünstigt wird. Am häufigsten wird die so genannte instrumentel­le Therapie mit zusätzlicher Anwendung lokal antimikrobieller Spüllösungen verwendet. Hierbei werden spezielle Kunststoff­instrumente zur Entfernung der Plaque und bakterieller Ablagerungen von der Implantatoberfläche eingesetzt. Mit Hilfe dieser Therapiemethode ist eine ausreichende Reinigung der Titanoberfläche jedoch nur bedingt zu erreichen.
In diesem Zusammenhang steht insbesondere das bakterizide Potenzial des Lasers auf krankhafte Mikroorganismen im Vor­der­grund. Klinische Untersuchung deuten auf einen erfolgreichen Therapieverlauf bei der Behandlung periimplantärer Entzündungen mit Lasersystemen hin.
Grundsätzlich muss jedoch hervorgehoben werden, dass diese Entzündungsformen eine erhöhte Rezidivneigung zeigen und demnach eine wiederholte Therapiemaßnahme nicht ausgeschlossen werden kann.